Wir alle sind Ari – Willkommen zu Hause zurück! Die Friedensstatue Ari kehrt zurück

Berlin – Feierliche Enthüllung: Willkommen zu Hause zurück, Friedensstatue Ari 

Am 17. Oktober 2025 entführten 30 Polizisten in Kampfanzügen die Friedensstatue Ari von ihrem Platz im öffentlichen Raum in der Moabiter Birkenstraße. 

Mit einem schwarzen Sack über dem Kopf, so erzählen es die Frauen vom Korea Verband e. V., die seit vielen Jahren für ihre Ari, die Bronzestatue einer Trostfrau kämpfen.

Ari ist eine kleine, junge Frau mit asiatischen Gesichtszügen, die auf einem Stuhl an einer Berliner Straßenkreuzung sitzt. Ein zweiter leerer Stuhl neben ihr lädt alle Menschen, die vorbeikommen, zum Hinsetzen, Innehalten und Gedenken ein. 

Die Friedensstatue Ari wurde 2020 von der AG Trostfrauen im Korea Verband öffentlich aufgestellt, um das Thema sexualisierte Gewalt in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken. 

Die Statue erinnert an über 200.000 Mädchen und Frauen aus 14 Ländern, die vom japanischen Militär während des Asien-Pazifik-Krieges als sogenannte Trostfrauen sexuell versklavt wurden. 

Ähnliche Friedensstatuen sind weltweit aufgestellt. Der japanischen Regierung gefällt das nicht. 

In Berlin traf das grüne Bezirksamt die Entscheidung, die Statue 2025 abräumen zu lassen. Begründet wurde dies vom Amt mit dem Hinweis, dass private Kunstobjekte im öffentlichen Raum lediglich eine zeitlich befristete Genehmigung zur Aufstellung  erhalten können und dann verschwinden müssen. Die Genehmigung läuft nach zwei Jahren ab. Ari hatte fünf Jahre an ihrem öffentlichen Platz gesessen, nahe dem kleinen Trostfrauenmuseum des Korea-Verbandes.

Der Verband vermutet, dass der Druck, den die japanische Regierung regelmäßig ausübt, die Entfernung verursachte. 

Sicher ist, dass Tokio bei der Bundesregierung, dem Berliner Regierenden CDU Bürgermeister Kai Wegner und der grünen Bezirksbürgermeisterin Protest einlegte.

Am 22. Januar 2026 feierte die AG Trostfrauen die Rückkehr von Ari mit einer festlichen Enthüllung. 

Allerdings steht das Denkmal nun nicht mehr auf öffentlichem Grund, sondern auf Privatgelände. Ari sitzt nun in der Nähe des alten Standortes auf dem Gelände des Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) in Moabit. 

Mit der Veranstaltung “Wir sind alle Ari – Willkommen zu Hause zurück!” betonte der Korea-Verband auch, das alle Unterstützer*innen weiter für den langfristigen Erhalt der Friedensstatue und ihre Rückkehr in den öffentlichen Raum kämpfen. 

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