„Mer dun et för Kölle“ (wir tun es für Köln) war das Kölner Motto der Karnevalssession 2025/26 und sollte damit den Ehrenamtlern in Vereinsleben und freiwilligen Hilfsdiensten Dank und Anerkennung aussprechen. Worauf der Büttenredner J. P. Weber auf der Fernsehsitzung die versammelten Honoratioren im fein geschmückten Gürzenichsaal fragte, warum nicht „för et janze Land“?
Am Rosenmontag gingen die Pappnasen Rot-Schwarz wie immer mit ‘satirisch-karnevalistisch-politischem Frohsinns-Spektakel’ vor dem regulären Rosenmontagszug auf die Straße und setzten mit einer brennenden Erde noch eins drauf: „Mer dun et för all(e)!“
Wie schon im letzten Jahr als Heinzelminsche vun Kölle verkleidet, führten wieder sie in mehreren Choreographien vor, was im Argen liegt: es gab ein Stadtbild-Quiz ohne Friedrich Merz, einem toxischen Macho-Manfred wurde das Patriarchat entrissen und geschreddert, drei Drachen namens Rassiste, Sexiste un Faschiste wurden mit Lanzen zurückgedrängt, Kanzler Merz an der Angel von AfD-Weidel gestoppt und der 1992 ins Leben gerufene Aufruf „Arsch huh, Zäng usseinander“ für mehr eigene Zivilcourage mit Seilzug aufgefrischt und zum Mitmachen animiert. Dazu gab es wieder umgetextete Musik vom Bollerwagen – wo diesmal nicht nur Regionales, sondern auch Klassiker der „Ärzte“ und des Ruhrpott-Barden Herbert Grönemeyer neuen Inhalt bekamen. Text- und Tonproben hier: https://pappnasen-rotschwarz.de/lieder/ !
Wer mehr über die selbsternannten „Untergrundjecken“ erfahren will, wird hier fündig:
https://pappnasen-rotschwarz.de/pappe-bei-die-nasen-ueber-uns