Ostermarsch in Berlin
Bis zu 7000 Menschen füllten laut VeranstalterInnen am Ostersamstag die Strassen im Prenzlauer Berg in Berlin um gegen Rüstungswahn, Kriegsindustrie und soziale Kürzungen zwecks Aufrüstung der BRD Kriegskassen zu protestieren.
Während die bürgerliche Presse damit beschäftigt ist, die Anzahl der Teilnehmenden auf nur 1000 kleinzuschreiben, fordern diese Jahr wieder mehr Menschen Frieden statt Krieg und eine qualifizierte Berufsausbildung für Jugendliche statt Wehrpflicht.
Ostermärsche für Frieden, gegen Aufrüstung, gegen Rüstungsindustrie und Atomwaffen finden in Westdeutschland ab April 1960 regelmässig statt.
In den 80ger Jahren war die Ostermarschbewegung im Westen vergleichsweise gigantisch und eine echte Massenbewegung, an der sich neben politischen Gruppen und Grüppchen auch Sportvereine, Schulen, Kirchen, Universitäten und Vereine beteiligten, sowie Gewerkschaften, Parteien und Verbänden.
Das der Frieden die Grundlage eines jeden Menschenlebens ist und der Atomtod die Erde unbewohnbar machen kann, war den Menschen in den 80ger Jahren täglich bewusst.
Heute, also 40 Jahre später und seit vielen Jahren wird die Friedensbewegung in den Medien eher kritisiert: „zu einseitig, Spielplatz linksextremistischer Kleinparteien, nicht zeitgemäss, überaltert, naiv“, der Bewegung wird beispielsweise angedichtet sie sei pro-russisch und würde die Ukraine nicht genug verteidigen, sie sei pro-palestinensisch und würde Israel nicht genügend würdigen, oder es wird gemäkelt, dass sich Menschen für Kuba stark machen, den Krieg als solchen aber ablehnen und sich prinzipiell im Kampf für den Frieden nicht auf eine der jeweils aktuellen Kriegsparteien festlegen lassen wollen.
Die Friedensbewegung ist traditionell und tatsächlich ihrem Charakter nach nicht auf der Seite der einen oder anderen Kriegspartei, nicht auf der Seite der vermeintlich Guten oder vermeintlich Bösen, sondern diese Bewegung ist gegen den Krieg.
Gegen alle Kriege. Punkt!