Neues aus Lützerath – Ausgabe vom 18. Dezember 2021

Das Dörfchen Lützerath knapp westlich des Braunkohletagebaues Garzweiler 2 ist weiterhin stark räumungsbedroht. RWE möchte dort Braunkohle abbaggern, Aktivist:innen sehen den Ort als Grenze zur Einhaltung der Pariser Klimaziele und haben ihn mit Baumhäusern und Verteidigungsstrukturen zu einer Festung ausgebaut. Bis spätestens 7.1.2021 will das OVG Münster bekannt geben, was aus dem Ort wird. In einer ähnlichen Situation wurde vor 3 Jahren der Hambacher Forst für RWE geräumt, bis ein Gerichtsurteil die geplanten Rodungen stoppte. RWE hat erst diese Woche weitere Tatsachen geschaffen und die Umfriedung des Tagebauvorfeldes stark nach Westen erweitert, so dass nun 3 Bagger (zwei auf der obersten, einer auf der zweiten Sohle) mit voller Kraft in das neue Sperrgebiet baggern. Auch hier ist klar: Die eigentliche Entscheidung wird durch das Gericht fallen. RWE möchte sie aber voRWEgnehmen. Ob sich das Gericht das gefallen lässt? Zuletzt war dem nicht so.

Die Bewohner:innen und Besetzer:innen des Ortes sowie zahlreiche Besucher:innen haben sich von den aktuellen und drohenden Entwicklungen nicht abschrecken lassen. Sie haben einen Wintermarkt abgehalten mit vielen Ständen auch zu politischen Themen, einem alternativen Krippenspiel und einer Märchenlesung. Der Rosenmontagsumzugswagen von Jacques Thilly steht nun in einer Scheune des letzten verbliebenen Bauern Eckardt Heukamp, als Eigentum des Widerstandes. Für wie lange wohl?

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