Jugendproteste: Um die 5000 (Polizeiangabe) bis 11.000 (Angabe der Veranstalter*innen) grösstenteils junge Menschen demonstrierten friedlich am Brandenburger Tor in Berlin für ihre Zukunft.
Die Generation Z fordert in Berlin unter anderem, seit Jahren geschlossene marode Berliner Universitätsgebäude endlich zu sanieren, marode Schulen zu renovieren, brutale Sozialkürzungen zu streichen, eine Wehrpflicht für alle nicht einzuführen, kontinuierlich steigende Lebenshaltungskosten und Mieten zu deckeln und in Bildung zu investieren.
Junge Menschen fühlen sich nicht gehört, obwohl ihre Kritik an mangelnden Investitionen in Bildung und Ausbildung seit Jahren ausgesprochen wird, obwohl steigende Lebenshaltungskosten für Studentinnen und Studenten, Auszubildende und Schüler*innen ihnen in Berlin und deutschlandweit die Zukunft verbauen und obwohl Kritik an Wehrpflicht und weltweiten Kriegen grosse Themen für junge Menschen sind.
In Europa und weltweit gehen die Kinder der Krisen auf die Strasse und fordern ein Zukunftsversprechen ein, soweit die Erklärung in verschiedenen Medien für die aktuellen Proteste. Das Versprechen der momentanen Gesellschaftsordnungen, welches lautet: wer sich anstrengt und lebenslang fleissig arbeitet, kann sich eine finanziell abgesicherte Zukunft, in lebenswerter Umwelt und eventuell das in Deutschland noch immer beliebte (und offenbar erstrebenswerte) Häuschen im Grünen erarbeiten.
Ohne Kriege, Hungersnöte, Klimakrise, ohne Wohnungsnot, Armut, Abstiegsängste.
Die Politik hört aber nicht zu wenn junge Menschen sprechen, also werden Jugendliche weiterhin weltweit laut und sichtbar auf die Strasse gehen und ihre Zukunft einfordern.
Eine zweite Demo in den Abendstunden durch den Prenzlauer Berg in Berlin mit geschätzten 3000-5000 Teilnehmenden wurde nach einiger Zeit von der Polizei aufgelöst. Grund waren vermutlich einige Böller, Bengalos und ein Anarchiezeichen auf einer Strassenbahn.
Gemeinschaftsreportage:
Fotos von Rudi Denner: 1, 3, 4, 7, 9, 11, 16, 17, 18, 34, 36,
Fotos von Sabine Scheffer: 2, 5, 6, 8, 10, 12, 13, 14, 15, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 35, 37, 38,