Eindrücke vom Maidan in Kiew im Juni 2014

Der aktuelle Krieg des russischen Militärs in der Ukraine hat keinerlei Rechtfertigung. Jedoch ein ukrainisches Vorspiel, das mit den Protesten am Maidan in Kiew im Frühjahr 2014 markiert ist. – Erzwungen werden sollte das Assoziierungsabkommen der Ukraine mit der EU – schon damals mit der Perspektive einer Mitgliedschaft der Ukraine in der Nato. Die Maidan-Proteste hatten einen gewalttätigen Verlauf mit Todesopfern. Faschistische Organisationen waren aktiv daran beteiligt. Nachdem eine neue Regierung installiert war, war eine ihrer ersten Amtshandlungen, die russische Sprache als zweite Amtssprache zu verbieten. Bei einem 30 %igen russischen Bevölkerungsanteil bewirkte diese Anordnung eine tiefe Spaltung der ukrainischen Bevölkerung und bekanntermaßen zu separatistischen Bestrebungen in den mehrheitlich russisch-sprachigen Gebieten der Ost-Ukraine. – Ganz offen agierten auf dem Maidan faschistische Gruppierungen, um Kämpfer zum Einsatz gegen die separatistischen Gebiete zu mobilisieren/rekrutieren.

Als Nationalheld gilt Stephan Bandera. Während der deutschen Besatzungszeit arbeitete er mit seinen Milizen mit den Nazis zusammen und war an Verbrechen gegen die jüdische Bevölkerung beteiligt.

Diese Fotos entstanden im Frühsommer 2014. Die Kämpfe auf dem Maidan waren beendet, die Barrikaden Fotokulisse und die rechten Gruppen bestimmten die Atmosphäre.

Text und Fotos: jochen vogler