Antikriegstag 2026 – Kundgebung in Göttingen am 1. September 2026


Göttinger Friedensforum: Aufruf

Die Kundgebung mit anschließender Demonstration ist Teil bundesweiter Aktionen anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges und steht in Göttingen unter dem Motto:

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Für Frieden, Abrüstung und soziale Gerechtigkeit!

Seit 1959 ist der Antikriegstag ein Tag der Mahnung und Erinnerung. Am 1. September 1939 begann die deutsche Wehrmacht mit dem militärischen Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg. Dieser Krieg kostete mehr als 60 Millionen Menschen das Leben und brachte unermessliches Leid und Zerstörung über die Menschheit.
Am 1. September 2026 rufen Gruppen der Friedensbewegung, Gewerkschafter*innen und zivilgesellschaftliche Kräfte dazu auf, ein deutliches Zeichen zu setzen gegen Krieg, Militarisierung und Aufrüstung.

Soziale Gerechtigkeit statt gigantischer Aufrüstung!

Wir leben in einer Zeit wachsender internationaler Spannungen und stetig steigender Militärhaushalte – auch in Deutschland. Hunderte Milliarden Euro sollen für mehr Waffen, Soldat*innen und militärisch genutzte Infrastruktur ausgegeben werden.
Merz, Pistorius u.a. wollen, dass Deutschland erneut zur militärischen Führungsmacht wird. Gesundheitswesen und zivile Infrastruktur werden auf Krieg vorbereitet. Die Bundeswehr wird zur größten Armee Europas hochgerüstet. Weitreichende Erstschlagwaffen werden entwickelt. Sie sind gegen Russland gerichtet und machen Deutschland im Kriegsfall zum bevorzugten Angriffsziel.
Gebetsmühlenartig behaupten Politiker*innen und Medien, die milliardenschwere Aufrüstung diene dem Schutz vor Russland. Dagegen gehen selbst die US-Geheimdienste davon aus, dass Russland weder die Absicht noch die Fähigkeiten hat, NATO-Staaten anzugreifen.


Perspektiven für die Jugend statt Wehrpflicht!

Eine militarisierte Jugend ist keine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. 
Viele junge Menschen gehen in Schüler*innen-Streiks auf die Straße und erteilen der Wiedereinführung eines verpflichtenden Kriegsdienstes oder anderer Zwangsdienste (z.B. dem Zivildienst für anerkannte Kriegsdienstverweigerer) eine klare Absage. Denn solche Dienste bedeuten einen tiefen, ungerechtfertigten Eingriff in die persönliche Freiheit und die Lebensgestaltung junger Menschen, in deren Bildungs- und Erwerbsbiografien.
Junge Menschen brauchen positive Perspektiven mit Bildungs- und Chancengleichheit, damit sie zu selbstbestimmtem, kritisch denkendem und verantwortungsvollem Demokraten*innen werden können.

Zurück zum Völkerrecht statt Kanonenboot-Politik!

Das Bekenntnis der Bundesregierung zum Völkerrecht ist Heuchelei, solange der Kanzler in der EU jede Sanktionierung Israels verhindert. In Gaza werden ein Genozid und Verbrechen gegen die Menschheit straffrei begangen. Es gibt keinen Zweifel an der Illegalität der israelischen Besatzung des Westjordanlandes und der Annexion Ost-Jerusalems. Dennoch wird deren ethnische Säuberung nicht verhindert.
Während die Bundesregierung Völkerrechtsverstöße Russlands anprangert, unterstützt sie die USA und Israel bei ihren völkerrechtswidrigen Kriegen gegen den Iran, Libanon und andere Länder durch politische Schützenhilfe, Waffenlieferungen und durch die Genehmigung, US-Militärbasen in Deutschland zu nutzen.
Durch Schweigen und Nichtstun akzeptiert Deutschland die Fortführung der seit über 65 Jahren andauernden völkerrechtswidrige US-Blockade gegen Kuba sowie die Androhung einer militärischen Intervention durch die USA.
Diese genannten Doppelstandards deutscher Politik untergraben das Völkerrecht.

Gemeinsam für Völkerverständigung, soziale Gerechtigkeit und eine Welt ohne Krieg.



Dazu mehr in

,
Start | Ereignisfotografie | Antikriegstag 2026 – Kundgebung in Göttingen am 1. September 2026