Aleida Guevara March, die Tochter von Che Guevara, hat am 11. April im vollbesetzten Berliner Kino Babylon den Rosa-Luxemburg-Preis entgegengenommen. Die Tageszeitung „Junge Welt“ und das Magazin „Melodie & Rhythmus“ hatten den Preis in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Der Schauspieler Rolf Becker war im letzten Jahr erster Preisträger.
Aleida Guevara hat den Preis erhalten „für ihr praktisches Wirken als kubanische Internationalistin und Ärztin, die konsequent die Werte der kubanischen Revolution verteidigt“, so die „Junge Welt“. Der Schweizer Krebsforscher Prof. Franco Cavalli, (Vizevorsitzender der Solidaritätsorganisation MediCuba,) und Enrique Ubieta (Herausgeber der theoretischen Zeitschrift „Cuba Socialista) hielten die Laudatio. „Ich nehme diesen Preis im Namen meines Volkes entgegen“, so Aleida Guevara. „Es ist dasjenige, das diesen Preis eigentlich verdient hat.“
Der Preisverleihung war eine Solidaritätskonferenz zur Lage in Kuba vorausgegangen, die unter dem Motto „Es reicht! Unblock Cuba!“ stand. Beteiligt waren u.a. Ignacio Ramonet (Ehrenpräsident von Attac und Direktor von Le Monde diplomatique) Liz Oliva Fernández (Journalistin des Medienprojekts „Belly of the Beast“ und Fanny-Michaela Reisin (Mitbegründerin der Jüdischen stimme für gerechten Frieden in Nahost).