55 Jahre Internationaler Roma Tag, Parade in Berlin 2026

Text von der Amadeu Antonio Stiftung kopiert

„55 Jahre Internationaler Roma Tag

55 Jahre selbstorganisierter Widerstand gegen Rassismus und Ausgrenzung. 55 Jahre Sichtbarkeit für die größte Minderheit Europas.

Der Roma-Tag erinnert an den ersten Internationalen Roma-Kongress 1971 in London: ein Moment der Selbstermächtigung, in dem sich Vertreter*innen europaweit auf die Bezeichnung „Roma“, eine eigene Hymne und Flagge einigten. Heute sind auch die Selbstbezeichnungen Sinti* und Roma* weit verbreitet.

Rund 12 Millionen Sinti* und Roma* leben in Europa – und sind weiterhin struktureller Diskriminierung ausgesetzt. Der Berlin-Monitor 2025 zeigt, wie tief Antiziganismus verankert ist: 30 % der Befragten halten Sinti* und Roma* für „nicht so zivilisiert“, 25 % finden, sie sollten aus Innenstädten verdrängt werden.

Antiziganismus ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern Alltag – im Wohnumfeld, in Behörden, in der Bildung.

Aktivist*innen, Selbstorganisationen und Initiativen leisten seit Jahrzehnten unverzichtbare Arbeit: Sie schaffen Sichtbarkeit, dokumentieren Diskriminierung und stärken Communities. Ihr Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung.

Die Amadeu Antonio Stiftung steht nicht nur heute, sondern jeden Tag an der Seite von Sinti* und Roma* – für gleiche Rechte, Teilhabe und eine Gesellschaft ohne Rassismus.

Am 8. April startet in Berlin die ROMADAY-Parade um 15:00 Uhr am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas.

ROMADAY-Parade 2026 – 55 Jahre Widerstand und Sichtbarkeit“

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