Fronten – Eine Fotoausstellung

Seit April 2012 ist der Hambacher Wald besetzt. Aktivisten*innen weisen seitdem darauf hin, dass die RWE AG mitverantwortlich an der Klimazerstörung ist. Die Reaktion der RWE AG und der Politik auf die Aktivisten*innen war nicht die Diskussion, sonder die Kriminalisierung der Personen. Die zuständigen Landräte hofften mit polizeilichen Maßnahmen die Aktivisten*innen aus dem Wald zu vertreiben – ohne Erfolg. Nach jedem größeren Polizeieinsatz strömten mehr Menschen in den Wald und im Umkreis entwickelte sich eine Klimagerechtigkeitsbewegung. Der „Hambi“ wurde zu ihrem Symbol. Die Politik sprach von Klimaterroristen. 2018 erfolgte die letzte Räumung des Waldes. Der BUND NRW erreichte mit seiner Klage, dass das OVG Münster einen Rodungsstopp erließ.

Damit war der Konflikt um die Rheinischen Braunkohle nicht beendet. Im sog. Kohleausstiegsgesetz wurde festgelegt, dass es für die Energieversorgung notwendig ist, die im Tagebaubereich Garzweiler II liegenden Dörfer für die Kohle abzureißen. Den widersprachen vorgelegte Gutachten und die Klimagerechtigkeitsbewegung verlagerte sich in den Bereich. Lützerath wurde zum Symbol des 1,5 Grad-Ziels. Lützerath selbst ist im Loch verschwunden, aber die übrigen 5 Dörfer wurden gerettet.

Die Ausstellung beschreibt die Fronten, die sich in diesem Spannungsfeld ergaben durch 32 Bilder und einem Text. Sie ist als „Wanderausstellung“ gedacht und benötigt Galerieleisten. Anfragen richtet bitte an r-mediabase.

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