Femi(ni)zid 1.Jahrestag

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In Nürnberg musste heute leider nach einem Jahr der Frau Tina L. gedacht werden, die damals von ihrem Mann brutalst und meiner Meinung nach vorsätzlich ermordet wurde. Es fand im Park gegenüber, nahe der Bucherstrasse eine Gedenkveranstaltung von Feministinnen statt. Nach allen, was man hörte, von dem Tathergang und der Gerichtsverhandlung fehlen einen die Worte. Anscheinend wurde ich selbst vom Richter herunter gespielt, und der Täter wurde nach seiner Bestrafung verbeugend, zu den Anwesenden gesehen. – deshalb nun noch die Worte, die auf einen entsprechenden Instagram Post in Nürnberg zu lesen sind:

heute vor einem jahr wurde unsere nachbarin tina von ihrem ehemann in der bucher str. in nürnberg get*tet. der aufschrei blieb auch in der stadt aus.

nachbar*innen, die das ehepaar kannten, versuchten die taten des mannes zu entschuldigen. man kenne ihn ja nur als sehr netten mann. sie hatte sich ja auch schließlich von ihm getrennt.

es ist wirklich so bezeichnend, dass unsere gesellschaft, selbst an dem punkt der schlimmsten aller geschlechtsbasierten gewalten, dem femizid, die schuld bei der frau sucht. und das sind nicht nur männer, die diese dinge entschuldigen. frauen genauso.

der täter hat neun jahre bekommen. wurde als vermindert schuldfähig eingestuft, als femizid wurde es nicht bezeichnet, es sei ein m*rd im affekt. es ist wie eine kassette, die immer an der gleichen stelle hackt – immer an der gleichen stelle ein fehler im system. immer wieder frauen, die von vor allem männern in ihrem umfeld get*tet werden. immer wieder eine gesellschaft, die die taten entpolitisiert und in den vier wänden einzuschließen versucht.

es wird an dich gedacht tina. und du hättest mit deinen

58 jahren noch ein ganzes leben vor dir gehabt.

femizide_stoppen

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