Am 28. August 2026 blockierten rund 15 Aktivist*innen von „Peacefully Against Genocide“ die Zufahrt zum Diehl-Defence-Standort in Röthenbach an der Pegnitz. Dort sitzt EuroSpike, ein Gemeinschaftsunternehmen von Diehl Defence, Rheinmetall und dem israelischen Rüstungskonzern Rafael.
Die Aktion war Teil bundesweiter Blockaden von Standorten der Rüstungsindustrie. Als Ziel nannte „Peacefully Against Genocide“ den Protest gegen deutsche Rüstungskooperationen mit Israel, Waffenlieferungen und Profite aus dem Genozid in Gaza. Mit der Blockade wollte die Gruppe zugleich sichtbar machen, dass Produktion und Vermarktung von Kriegswaffen nicht abstrakt oder weit entfernt stattfinden, sondern auch unmittelbar in der Region Nürnberg.
EuroSpike verbindet dabei deutsche Rüstungsproduktion mit israelischer Waffentechnologie: Das Unternehmen vermarktet SPIKE-Lenkflugkörper und hat Produktionskapazitäten für diese Systeme in Deutschland aufgebaut.
Im Verlauf des Polizeieinsatzes wurden mehrere Aktivist*innen von der Fahrbahn gelöst, teilweise mit einem Trennschleifer.