Lebenslaute in Bochum: „Wohnen ist Menschenrecht – Eigentum verpflichtet“

Lebenslaute in Bochum: „Wohnen ist Menschenrecht – Eigentum verpflichtet“

Mit einer aufsehenerregenden Aktion starteten Chor und Orchester Lebenslaute am Donnerstagmorgen, dem 6. August 2026, ihre diesjährige Aktionswoche in Bochum. Unter dem Motto „Wohnen ist Menschenrecht – Eigentum verpflichtet“ besetzten die Musiker zum Auftakt die Vonovia-Zentrale und rückten damit die Wohnungs- und Mietenpolitik des Konzerns in den Mittelpunkt.
Auch am Freitag sorgte Lebenslaute für Aufmerksamkeit. Eigentlich sollte an diesem Tag ein Konzert im Kunstmuseum Bochum stattfinden. Doch daraus wurde nichts: Kulturdezernent Dieckmann untersagte die Veranstaltung im Museum wegen der namentlichen Nennung von Vonovia. Das Konzert wurde daraufhin kurzerhand auf den Goetheplatz vor dem Museum verlegt.
Lebenslaute ließ das Verbot jedoch nicht unkommentiert und überraschte die Besucher kurz vor Konzertbeginn mit einem Flashmob im Kunstmuseum.
Das Verbot erwies sich letztlich als Eigentor: Statt die öffentliche Aufmerksamkeit zu begrenzen, sorgte die Entscheidung für zusätzliche Medienpräsenz. Fernsehsender und Presse berichteten über den Konflikt und damit auch über das Anliegen von Lebenslaute. Das Konzert auf dem Goetheplatz stieß anschließend auf großes Interesse und war sehr gut besucht.
Am Samstag gingen die Aktionen weiter. Gegen 11 Uhr zog ein Sternmarsch mit Straßenmusiker und der Kölner Aktionsgruppe Pappnasen durch die Bochumer Innenstadt. Mit Musik und Aktionen machten die Beteiligten erneut auf das Thema bezahlbares Wohnen aufmerksam. Um 12 Uhr folgte schließlich das Abschlußkonzert auf dem Bochumer Husemannplatz.
So verband Lebenslaute auch in Bochum Musik und politischen Protest – lautstark, kreativ und mitten in der Stadt.
Weitere Informationen:
https://www.lebenslaute.net

Dazu mehr in

, ,
Start | Ereignisfotografie | Projekt & Veranstaltung | Lebenslaute in Bochum: „Wohnen ist Menschenrecht – Eigentum verpflichtet“