Das Bündnis „Göttingen gegen Kürzungen“ und Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus Ver.di, GEW und IG Metall hatten angesichts der aktuellen Beschlüsse von Bundesregierung und Bundestag recht kurzfristig zu der Demonstration aufgerufen; trotz Ferienzeit folgten nach Angaben der Veranstalter bis zu 900 Menschen dem Aufruf.
Auftaktkundgebung
Aufruf des Bündnisses „Göttingen gegen Kürzungen“
#GöttingengegenKürzungen #KÜRZENNICHTMITUNS Demo am 18.07.2026 ab 12 Uhr, Neues Rathaus in Göttingen #STOPPKAHLSCHLAG
Es wird massiv gekürzt. Bei Beschäftigten, bei Kindern und Jugendlichen. Bei Menschen mit Behinderungen. In den Bereichen Kitas, Schulen und Hochschulen. In der Pflege, Gesundheit und im sozialen Bereich.
Die Rechte von Arbeiter*innen und Arbeitern, die von den Beschäftigten über Jahrzehnte erkämpft worden sind, werden derzeit massiv angegriffen und sind im Begriff zu großen Teilen abgeschafft zu werden. Geplant sind Einschränkungen beim Arbeitszeitgesetz, Arbeitsschutz und Entgeltfortzahlung. Wer krank wird, braucht Schutz und Solidarität statt Kürzungen und Mehrbelastung! Das bedeutet auch einen massiven Angriff auf das Leben neben der Lohnarbeit. Wer zukünftig 10 oder 12 Stunden am Tag arbeiten muss, kann keine Kinder, oder Angehörigen mehr betreuen, kann niemanden pflegen und kann nicht mal mehr Freund*innen treffen oder Freizeitaktivitäten unternehmen.
Zudem wird das Renteneintrittsalter erhöht, was wieder bedeutet, mehr Arbeit für die Chefs und weniger Zeit für uns! Wir akzeptieren keine Absenkung des Rentenniveaus oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters. Wir brauchen Absicherung, keine Altersarmut!
Es trifft uns alle. Erwerbslose und lohnabhängig Beschäftigte. Jung und Alt. Menschen mit deutschem Pass und ohne. Wir sollen für die Krise zahlen.
Das alles ist kein Naturgesetz. Es ist politischer Wille. Denn an Geld mangelt es offensichtlich nicht, wenn Ärmere immer ärmer und Reiche immer reicher werden. Die Bundesregierung hält an ihrem Kurs fest. In allen Bereichen will sie kürzen, außer beim Militär, für das scheinbar unendliche Geldreserven vorhanden sind. Gleichzeitig wird ohne Rücksicht nach unten getreten. Es wird eine Stimmung in diesem Land erzeugt, die die für die Krise verantwortlich macht, die am meisten darunter leiden.
Das nehmen wir nicht hin! Wir fordern:
– Umverteilung. Das Geld ist da, es ist nur falsch verteilt. Anstatt dass die Menschen, die am wenigsten haben, für die Finanzlöcher aufkommen sollen, sollten es die Reichen tun! Vermögensabgaben jetzt und damit den Sozialstaat ausfinanzieren!
– Stoppt die Militarisierung und Aufrüstung. Für Krieg und Zerstörung wird das Geld ausgegeben. Wir brauchen es aber für Gesundheit, Sorgearbeit und soziale Sicherheit.
– Schutz aller Rechte der Arbeiter*innen! 8-Stundentag, Rente und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind die erkämpften Errungenschaften der Arbeiter*innen. Finger weg von unseren Rechten!
– Gerechte Steuern: Wer Rekordvermögen besitzt, muss seinen fairen Teil beitragen. Wir fordern die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine echte Reform der Erbschaftsteuer!
Nein zu allen Kürzungen! Wer Menschen Sicherheit gibt, stärkt das Gemeinwesen. Wer sie im Stich lässt, bereitet den Boden für Hass und Hetze. Wir lassen uns nicht spalten!
Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit!
Kommt am 18.07.26 nach Göttingen zur Demo und tragt euren Widerstand auf die Straße!Ab 12 Uhr, Neues Rathaus in Göttingen

Dieses Flugblatt ist nur zur Information eigestellt worden. Die Bildrechte liegen bei Ver.di Göttingen, Hannah Grondmann, Groner-Tor-Straße 32, 37073 Göttingen.
