Tag der Einheit fĂŒr Manche Tag der Vereinnahmung

Zum „Tag der Einheit“, am 3. Oktober 2015, veröffentlichte das „Ostdeutsche Kuratorium von VerbĂ€nden“ ein seiner jĂ€hrlich wiederkehrenden ‘Alternativen Einheitsfeier’ eine ErklĂ€rung, die wir an dieser Stelle unkommentiert abdrucken:

„Vor einem Vierteljahrhundert wurde die DDR durch die BRD vereinnahmt. Trotz stĂ€ndiger Verunglimpfung ist es nicht gelungen, das Erbe der DDR aus dem Leben der BRD zu tilgen. Wir werden auch weiterhin alles in unseren KrĂ€ften Stehende tun, um das Erbe und VermĂ€chtnis der DDR zu bewahren. Die Erfahrungen des sozialistischen Aufbaus in der DDR sind und bleiben angesichts der ungeheuren VerschĂ€rfung der Kriegsgefahr und sozialen Spaltung in Europa wertvoll fĂŒr den weiteren Kampf fĂŒr Frieden und  Gerechtigkeit.
 
Aktive Friedenspolitik ist das alles ĂŒberstrahlende Moment der vier Jahrzehnte der Existenz der DDR. Die historische Wahrheit lautet: Die Erhaltung und Festigung des Friedens war im Verbund mit den sozialistischen LĂ€ndern Staatsdoktrin. Die Grundlage dafĂŒr war eine von Ausbeutung freie Gesellschaft.

Die Grenzöffnung vor 25 Jahren und die Zerschlagung des ersten deutschen Friedensstaates erwiesen sich allzu bald als die grĂ¶ĂŸte Gefahr fĂŒr den Frieden in Europa und darĂŒber hinaus. Die gleichzeitig mit der verstĂ€rkten Aggression nach außen und verschĂ€rfter Ausbeutung im Innern verbundene militaristische Politik nahm ihren ungebremsten Verlauf. Heute ist Deutschland wieder an Kriegen beteiligt und der drittgrĂ¶ĂŸte Waffenexporteur der Welt. Damit trĂ€gt es direkte Mitschuld am Tod unzĂ€hliger unschuldiger Menschen. Die LĂ€nder des SĂŒdens werden zur weiteren Bereicherung der multinationalen Konzerne und besonders des deutschen Kapitals ausgebeutet und demokratischer Rechte beraubt.
 
Im Ergebnis dieser Politik, die die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen in der Welt zerstört, verlassen Hunderttausende ihre Heimat und suchen Zuflucht in den ‘reichen’ LĂ€ndern Europas. Wir stehen solidarisch an ihrer Seite. Wir verurteilen jedwede nationalistische Verunglimpfung.

Auch 25 Jahre nach dem Anschluss der DDR an die BRD sind die LebensverhÀltnisse zwischen Ost und West nicht angeglichen, sondern verschlechtern sich zusehends zuungunsten der Menschen im Osten.
Wir fordern:

  1. Beendigung der aggressiven  Maßnahmen zur  Osterweiterung der NATO und der AuslandseinsĂ€tze der Bundeswehr;
  2. Schluss mit der Interessenvertretung der USA in Europa und der internationalen Waffenlobby, Verbot des RĂŒstungsexports und konsequente AbrĂŒstung;
  3. Stoppt Ramstein, Auflösung des USA-MilitĂ€rstĂŒtzpunktes des zentralen Drehkreuzes völkerrechtswidriger Angriffe auf den Frieden, Beseitigung  aller Atomwaffen auf deutschem Boden;
  4. Initiativen fĂŒr eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts und aller militĂ€rischen Konflikte in der Welt gemeinsam mit Russland und China;
  5. Statt kriegerischer Aktionen VerstĂ€rkung der humanitĂ€ren und Entwicklungshilfe sowie Beendigung der Ausbeutung der armen LĂ€nder des SĂŒdens;
  6. Gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums in Deutschland und Angleichung der LebensverhĂ€ltnisse der ostdeutschen  LĂ€nder.

Die Durchsetzung dieser Ziele erfordert die nationale und internationale Einheit aller fortschrittlichen und linken KrĂ€fte. Wir fordern linke Parteien und VerbĂ€nde zu einer konsequenten Anti-Kriegspolitik auf. Wir fordern gemeinsame Aktionen aller demokratischen KrĂ€fte fĂŒr Frieden und soziale Gerechtigkeit.”

Privat
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Bildinformationen: Privat|Alternativen Einheitsfeier des Ostdeutschen Kuratoriums von VerbÀnden
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