Erfurt: Zur Axt an die Kultur gezwungen

Es wird immer ungleicher in unserem Land. Hohe Verm├Âgen und Einkommen wachsen kontinuierlich. Niedrige und mittlere Einkommen bleiben zur├╝ck, die Armut w├Ąchst. Menschliche Arbeit wird entwertet. Heute lebt jeder Dritte in einem Haushalt mit Niedrigeinkommen. Steuerfinanzierte Kultur geh├Ârt jedoch zum Lebensniveau eines Landes. Steuersenkungen f├╝r Unternehmen und reiche Erben f├╝hren letztendlich zu radikalen Einsparungen. Selbst links orientierte Landesregierungen wie in Th├╝ringen sind aufgrund der neoliberalen Doktrin “mehr privat – weniger Staat” gezwungen, den Mangel zu verwalten und versuchen nun diese Situation zu rechtfertigen. 400 Erfurter K├╝nstler sowie Kulturschaffenden reicht es mit der Sparpolitik. Sie gingen am 24.Mai auf die Stra├če und beerdigten demonstrativ mit einem Trauerzug die Kultur der Stadt. Die Teilnehmer haben noch die Hoffnung, dass dieser Warnschuss erh├Ârt wird. (Uwe Pohlitz)

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