Paris 2019: Gewalt zum 1. Mai

Die linken französischen Gewerkschaften CGT, CFDT und Force Ouvrière hegten vor den traditionellen Maikundgebungen die Befürchtung, dass durch die Gewalt auf den Straßen die Botschaften der Gewerkschaften untergehen könnten. 2019 stehen diese in ganz Europa unter den Forderungen gleiches Geld für Arbeit am gleichen Ort und einheitliche Sozialstandards. In Frankreich waren gut 150.000 Menschen unterwegs, erstmalig auch einige “Gelbwesten”, die sich von den Gewerkschaften nicht mehr vertreten fühlen. In Frankreich sind die sozialen Spannungen besonders groß. Weiter unten mehr!

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Beschreibung: Maiproteste in Paris 2019
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IPTC Daten Bildunterschrift: Maiproteste in Paris 2019
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Stichworte: Sozialproteste
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Medienberichten zufolge waren mehr als 7.400 Polizisten in Paris unterwegs, die 2.000 Radikale erwartet hatten. Bereits im Vorfeld der Maikundgebungen hatte Präsident Macron ein „hartes Vorgehen gegen Randalierer“ versprochen – und heute auch gehalten.

Die Auseinandersetzungen begannen gegen 13:00 Uhr in Paris, bevor die Gewerkschaften ihre Maikundgebung abhalten konnten, berichtet unser Kollege aus Paris. Nach Angabe französischer Polizisten hatten sich Dutzende vor der Gewerkschaft CGT auf dem Weg von Montparnasse in Richtung Place d’Italie positioniert. Gegen gewalttätige Ausbrüche, vor allem vom „Schwarzen Block“, wurde Tränengas und der Stock eingesetzt. Es gab mehrere Verletzte und über 250 Festnahmen.

So sehr Gewalt zu verurteilen ist, hat sich in den letzten Jahren die französische Polizei auch nicht mit Ruhm bekleckert. Ihr eilt der Ruf voraus, gelegentlich polizeistaatsähnliche Gewalt auszuüben. In der Kritik steht vor allem die zunehmende Aggression gegenüber Journalisten, wie der Deutschlandfunk heute berichtete. (01.05.2019, 18:30h, Hans-Dieter Hey, Fotos Christian Martischius)