Nie wieder brennende Bücher – eine Lesung in Köln

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus,
nie wieder brennende Bücher!

Anlässlich des 87. Jahrestages der Bücherverbrennung wird aus Werken der AutorInnen, deren Bücher im Faschismus verbrannt wurden, vorgelesen. Als Mahnung. (20.05.2020, Hans-Dieter Hey, Fotos: Klaus Müller und Hans-Dieter Hey)  Weiter hier!

Teil 3: (Claudia Wörner-Adams, “Wolfgang”, Agnes Kamerichs, Günter Baumann)

Teil 2: (Ina Hörner, Prof. Dr. Jörg Schulte, Heinrich Bleicher-Nagelsmann)

 Teil 1: (Erasmus Schöfer)

 

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Bildinformationen: |Erinnerung an die Bücherverbrennung vor 87 Jahren, Lesung in Köln, Veranstalter: AK Zivilklausel, Uni Köln, Erasmus Schöfer, Autor
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Der Roman über die Schrecken des 1. Weltkriegs „Im Westen nichts Neues“ von Erich-Maria Remarque ist in der Weimarer Republik hunderttausendfach gekauft worden.

Die Schilderung der Brutalität und Sinnlosigkeit des 1. Weltkrieges legt die Überkommenheit einer sozial-hierarchisierten, ungleichen und autoritären Gesellschaft und ihrer Eliten offen: Hohler nationaler Pathos und die feige Schinderei der „Untergebenen“ in der Schule wie im Militär enden in den Schützengräben. „Heroismus beginnt da, wo die Vernunft streikt: bei der Geringschätzung des Lebens“ lässt Remarque im Roman „Der Weg zurück“ einen erschütterten Oberstleutnant über die Logik des Krieges sagen, nachdem die Beendigung des Krieges durch einen Aufstand von Matrosen und Soldaten erzwungen wurde und der deutsche Kaiser die Flucht ergriffen hatte.

Die Vernunft steht auf Seiten des Friedens und des Lebens. Solche aufgeklärte Kultur stand dem sozialdarwinistischen Menschenbild und Zielen der Nazis entgegen. Frans Masereel, „Die Idee“, 1920. Gespräch von zwei Soldaten an der Front: „,Ich habe nie einen Franzosen gesehen, bevor ich hierherkam, und den meisten Franzosen muss es so gehen wie uns. Die sind ebenso wenig gefragt wie wir hier.‘ ,Weshalb ist dann überhaupt Krieg?‘ fragte Tjaden. Kat zuckte die Achseln. ,Es muss Leute geben, denen der Krieg nützt.‘“ Erich-Maria Remarque: „Im Westen nichts Neues“, 1929. „War denn nicht der Grundtrieb alles Nazitums immer Neid, Habgier, die Lust zum plündern, der geile Drang, sich in Macht und Geld zu sielen?“ Thomas Mann: „Deutsche Hörer“, März 1944.
(Aus der Ankündigung des AK Zivilklausel der Uni Köln, 20.05.2020)

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