Köln: I have a Dream

Am 28. August erinnerten ca. 60 Teilnehmer verschiedener Organisationen an den Bürgerrechtsaktivisten Dr. Martin Luther King und seine legendäre Rede “I Have a Dream” an den allgegenwärtigen Rassismus, vor allem in den USA. Neben der großen Veranstaltung am Kölner Neumarkt einige Fotos von einer Parallelveranstaltung auf dem Heumarkt. Hier geht’s weiter!

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Bildinformationen: |Dr. Martin Luther King giving his "I Have a Dream" speech during the March on Washington in Washington, D.C., on 28 August 1963
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Am gleichen Tag im Jahr 1963 fand die Rede von Dr. Martin Luther King auf dem großen Marsch nach Washington statt, die unter »I Have a Dream« bis heute unvergessen ist. Dauerhaft verbindet sich diese Rede mit dem Kampf gegen Rassismus, Ungleichheit und Ausgrenzung. Machen wir uns nichts vor: Rassismus gibt es nahezu in der ganzen Welt. Doch besonders zugenommen hat sie durch die spalterische Politik des US-Präsidenten Donald Trump, der das Land an den Rand eines Bürgerkriegs treibt, in dem der Rassismus eine Rolle spielt. Alles begann mit der Ermordung des Schwarzen George Floyd, und besonders in den USA werden Menschen anderer Hautfarbe diskriminiert, chancenlos gemacht und ermordet.

Doch auch in Deutschland mehren sich rassistische Vorfälle. Rassismus in Behörden, bei der Polizei und Antisemitismus im Alltag kommen ans Tageslicht. Die Anschläge und Morde in Kassel, Hanau und Halle in letzter Zeit, der Tod von Oury Jalloh, oder Anschläge auf Flüchtlinge und Anderesdenkende bis hin zu subtilem Rassismus erinnern uns bitter daran. Die Morde des NSU fanden traumatischen  Eingang in unsere neuere Geschichte.     

Rassismus, Ausgrenzung und Ungerechtigkeit haben in unserer Gesellschaft nichts verloren und müssen bekämpft werden, damit sie nicht auseinanderfliegt. Wir sehen dies in den USA. Jeder muss sich hierzulande auf das Grundgesetz berufen können: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Doch ohne Chancengleichheit, Gleichbehandlung, Solidarität und Respekt wird der Sinn des Grundgesetzes ausgehöhlt. (28.08.2020, Hans-Dieter Hey)