Journalismus unter Beschuss: Assange-Snowden-Manning

Gegenwärtig wird vor dem Kölner Dom die Installation „Anything to Say?“ des KĂĽnstlers Darvide Dormino ausgestellt. Seine Arbeit sollte – 2015 fertig gestellt – „ein Denkmal fĂĽr die Zukunft“ werden. Es bildet die Whistleblower und Journalisten Julian Assange, Edward Snowden und Chelsea Manning ab, die die Kriegsverbrechen der USA und die Ăśberwachungsorgien der Geheimdienste aufdeckten und journalistisch verarbeitet hatten. „Viele Leute sagen, sie seien Verräter, aber ich möchte diese lebenden Helden feiern”, sagte Dormino damals. Weiter unten mehr!

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Bildinformationen: |Rettung von Julian Asssange, Skulpture Julian Assange, Chelsea Manning und Edward Snowden von Darvide Dormino, ausgestellt seit 2015
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Die Helden Assange, Snowden und Manning werden stehend auf einem Stuhl dargestellt. Daneben ein leerer Stuhl, auf den sich jeder stellen und frei seine Meinung sagen kann. Im Londoner Hyde Park nennt man dergleichen „Speakers Corner“, wo man seit 1872 seine Meinung sagen darf. Für Assange gilt dort nicht einmal die Pressefreiheit. Die Kriegsverbrechen, die aufgedeckt wurde, bleiben bis heute ungesühnt. Der Wikileaks-Gründer wird – wie Anwälte berichten – unter Folterbedingungen in einem Hochsicherheitstrakt in der Nähe von London festgehalten, und man verstößt in menschenverachtender Weise gegen die Menschenrechte, die auch Großbritannien unterzeichnet hat. Es geht für Assange um Leben und Tod. Dies zeichnet sich längst in der Untersuchungs-Isolationshaft in seinem Gesicht ab.

Ihm droht die Auslieferung in die USA. Dort drohen ihm 175 Jahre Haft (!). Zu seiner Rettung gibt es seit einiger Zeit diese Petition. Es liegt auf der Hand, dass Assange wegen der Arbeit fĂĽr Wikileaks und als mutiger Journalist angeklagt wird und freie MeinungsäuĂźerung und der Journalismus wie in den Fällen Snowden und Manning in Gefahr geraten sind. “Reporter ohne Grenzen” hält eine Verurteilung von Julian Assange fĂĽr einen “gefährlichen Präzedenzfall fĂĽr Journalisten, Whistleblower und andere journalistische Quellen”. Sein Nachfolger ist der isländische EnthĂĽllungsjournalist Kristinn Hrafnsson. Er ist seit 2018 Chefredakteur von WikiLeaks und greift diesen “Krieg gegen den Journalismus”, so Kristinn Hrafnssohn, massiv an. (17.10.2020, Hans-Dieter Hey)

Weitere Hinweise:

Freiheit fĂĽr Assange!

Wiki Leaks 

Challennge Power

Ergänzung 21.20.2020: Wir uns bekannt wurde, ist zu dieser Veranstaltung auch von Verschwörungstheoretikern und Maskenverweigeren aufgerufen worden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir uns davon distanzieren. Gleichwohl finden wir den Einsatz zur Rettung von Julian Assange für dringend notwendig.