Bonn: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

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BROKEN ist der Titel der neuen bundesweiten Aktion von Dennis Josef Meseg.
Nach seiner weitgereisten Installation “It is like it is” aus dem Corona-FrĂŒhjahr/Sommer 2020 stellt Meseg sein neues Projekt in Bonn auf dem MĂŒnsterplatz aus.

PĂŒnktlich zum INTERNATIONALEN TAG ZUR BESEITIGUNG VON GEWALT GEGEN FRAUEN steht eine Gruppe von 222 Schaufensterfiguren auf dem Platz.
UnterstĂŒtzt wird die als Demo angekĂŒndigte Bonner Aktion von ZONTA im Rahmen der Aktion ZONTA says NO.

Am Sonntag, 29.11.2020 ist die Aktion von 10:00 bis 18:00 Uhr auf dem Kölner Roncalliplatz terminiert.

 

HIER DIE PROJEKT-BESCHREIBUNG VON DENNIS JOSEF MESEG:

Installation „Broken“ aus 222 weiblichen Schaufensterfiguren

Es gibt wenige rote FĂ€den, die sich so zerreißfest durch die gesamte Menschheitsgeschichte ziehen wie die physische und psychische Gewalt gegen Frauen und MĂ€dchen.

Kein Krieg, dessen Sieger nicht die Frauen der Verlierer verschleppt, vergewaltigt und ermordet hĂ€tten. Keine Religion, die Frauen nicht als Wurzel allen Übels einstuft oder zumindest als dem Manne unterlegen. Kein Gesetz, das die Gleichstellung der Frauen in allen Lebensbereichen, ohne Wenn und Aber, befiehlt.

Frauen kennen die DĂ€monen in der Tiefe des Abgrundes, der die Gesellschaft noch immer spaltet. Frauen – und KĂŒnstler.

Denn KĂŒnstler wollen nicht töten, verstĂŒmmeln oder beherrschen. Sie wollen etwas erschaffen, das gut ist. Das der Welt keinen Schaden zufĂŒgt, sondern Freude bereitet. Oder eine Botschaft transportiert, wie die Installation „Broken“ von Dennis Josef Meseg.

Auch dieser KĂŒnstler möchte ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen, und die originelle Umsetzung seiner Gedanken in ein Kunstwerk ist weit tiefgrĂŒndiger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Schaufensterpuppen und oranges Flatterband. Eine Kombination dreier Symbole, denen einzeln betrachtet eine vertraute, klare Deutung zukommt.

Flatterband zum Beispiel ist ein Zeichen fĂŒr Abgrenzung, im positiven Sinne als Schutz vor Gefahren, aber auch als Hindernis auf dem Weg zueinander.

Und Puppe oder PĂŒppchen – wie oft hat man diese Bezeichnungen nicht schon gehört? Doch was nach einem Kosewort klingt, zeugt in Wahrheit von GeringschĂ€tzung: Frauen werden auf ihr Äußeres reduziert, auf ein Spielzeug ohne Verstand. Oft auch noch zwangsweise verhĂŒllt oder anderweitig versteckt wie ein eifersĂŒchtig bewachtes StĂŒck Eigentum.

Orange wiederum ist die Farbe der Freiheit, der Freude und Geborgenheit, der emotionalen WĂ€rme. Deshalb hat die alljĂ€hrlich von UN Women durchgefĂŒhrte Kampagne „Orange the World“ eben diese Farbe fĂŒr ihren Feldzug gegen das unausgesetzte, vielfĂ€ltige Leid der Frauen erwĂ€hlt.

Und wie erschĂŒtternd ist es, dass das Flatterband, das die „Frauen“ in Dennis Josef Mesegs Installation verhĂŒllt, unkenntlich macht und von der Außenwelt abschneidet, die Farbe der Freiheit trĂ€gt!

„Broken“ ist als Aufruf zu verstehen, die Gewalt gegen Frauen endlich zu beenden. MĂ€nner des 21. Jahrhunderts können sehr wohl zu der Einsicht gelangen, dass ihre MĂŒtter, Frauen und Töchter genauso wertvoll sind wie sie selber, und die gleiche Achtung verdienen.

Das sollte ihr Ziel sein – der Beitrag zu einer besseren Welt, basierend auf Liebe, Herzblut und Geduld.

Wie KĂŒnstler sie empfinden fĂŒr ihre Werke.
Und Frauen fĂŒr ihre Kinder.

Dennis Josef Meseg

 

Die Aktion wird bundesweit fortgesetzt.
Infos und weitere Termine finden Sie unter www.leichtsinn.de 

Hier finden Sie Infos ĂŒber ZONTA und ZONTA says NO: https://zonta-union.de/node/14563

Photos © Helmut Hergarten  
www.helmuthergarten.de