Herkesin Meydanı – Platz für Alle

Fatih Çevikkollu ist ein guter Beweis dafür, „dass gutes Kabarett durchaus sinnstiftend sein kann. Er vollführt seine immer hintergründige und zielsichere Kritik an Politik und Gesellschaft mal nachdenklich, mal bissig, aber immer so, dass seine Sicht der Dinge die Zuschauer nicht nur zum Lachen bringt, sie wirkt auch in deren Köpfen weit über den Abend hinaus.“
(Jury des Kleinkunstpreises Prix Pantheon). Hier mehr Text!

peru_bw_23082020_0961
Copyright: © Peter Ruthardt, all rights reserved

Copyright: © Peter Ruthardt, all rights reserved
Bildinformationen: |Initiative Herkesin Meydanı - Platz für Alle, der Kabarettist Fatih Çevikkollu
1/400 Sek. F 2.8|Dateiname: peru_bw_23082020_0961
Download nur für angemeldete Benutzer  
 

Dies hat Fatih Çevikkollu auf der Bühne am “Herkesin Meydani – Platz Für Alle” präsentiert, ein Mix von Nachdenklichkeit, Kritik und Witz aber auch einen besonderen Sprachenmix aus Deutsch, Türkisch und Türkmanca!

Hintergrund: An der Ecke Keupstraße/Schanzenstraße soll ein Mahnmal als Ort der Begegnung auf dem bislang unbebauten Areal des ehemaligen Güterbahnhofs entstehen. Die 6×24 Meter Betonplatte des Künstlerentwurfs entspricht eins zu eins dem Fundament des Friseursalons, vor dem 2004 die Nagelbombe des NSU explodierte. Diese Platte soll der physische Teil des Mahnmals werden der ergänzt wird von einem virtuellen: Filme, Fotos und Dokumente, die mit einer App auf dem Smartphone zu sehen sind erzählen die Geschichte dieses Orts aus der Perspektive der Betroffenen. Das Mahnmal wird kein statisches Gebilde sein. Es soll ein Ort der Solidarität, des Zusammenstehens, des Zuhörens, der Wut und des gemeinsamen Handelns sein.

Doch das Mahnmal ist bis heute umkämpft. Zwar hat sich die Kölner Oberbürgermeisterin kürzlich öffentlich zu der Idee bekannt, die Eigentümer:Innen wollen der Stadtgesellschaft das Gelände aber dafür bisher nicht übereignen. Wir warten nicht, bis das Vorhaben an dem Ort, der von Nazi-Terroristen angegriffen wurde, realisiert wird. Wir schaffen dort schon jetzt einen Platz für Alle, der Rassismus anklagt und Solidarität ermöglicht. Aus: Initiative Herkesin Meydanı – Platz für Alle (24.08.2020, Peter Ruthardt)