Greta Thunberg wieder in Berlin

Am 19.07. wollte die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in Berlin nochmal richtig Dampf machen und zu einem verstärkten Klimaschutz auffordern. 25.000 Menschen kamen bundesweit zusammen, in Berlin ungefähr. 2.000. Weiter unten mehr!

Der ehemalige Autokanzler Gerhard Schröder fand dem Handelsblatt gegenüber vor einigen Tagen die Debatte um die Klimaentwicklung übertrieben, die AfD will den Klimawandel zu ihrem Ziel machen, hat aber offenbar von nichts eine Ahnung, wenn sie die Ursache der Erwärmung durch die Verbrennung von Kohle, Öl, und Gas und damit der Emmission von CO2 nicht begreifen will und zu ihr gesellen sich weitere Klimaleugner und Verschwörungstheoretiker. Doch wer sich Erkenntnissen verweigert, wird sich künftig auf der Verliererbank wiedersehen. Man sollte sie einfach nicht mehr ernst nehmen.

Denn klar ist längst, dass 97 Prozent der Klimatologen davon ausgehen, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Lediglich 0,7 Prozent sehen das nicht so, 0,3 Prozent sind unsicher. Doch diese sogenannten wissenschaftlichen Untersuchungen sind z.B. von Ölkonzernen finanziert, die selbstverständlich ihre finanziellen Interessen haben.

Es wird also höchste Zeit, dass die Politik in diesem Lande keine Klima- und Arbeitskreise mehr gründet, sondern deutlicher als bisher politisch handelt. Vielleicht nimmt der Rest der Welt uns ernsthaft als Vorbild. Vielleicht bieten wir dem Rest der Welt auch entsprechende Technologien. Und vielleicht bekommen wir den Klimawandel doch noch in den Griff. Sicher ist das nicht. (19.07.2019, Hans-Dieter Hey, Fotos: Rudi Denner)