Frischer Wind im Kölner Kommunalwahlkampf

Schon seit längerem treten Bündnis 90/Die Grünen ja dafür ein, das Wahlalter zugunsten der jüngeren Bevölkerung herabzusetzen. In Köln gehen die Parteistrategen für die Kommunalwahl am 13.09.2020 noch einen Schritt weiter und verzichten auf einen eigenen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters, um ein parteiloses politisches Jungtalent zu unterstützen.

Gut vorstellbar, dass die noch jugendlich und unverbraucht wirkende Kandidatin, die hier so unbefangen und empathisch auf eine offenbar etwas desorientierte ältere Mitbürgerin eingeht, frischen Wind in die Kölner Lokalpolitik bringen wird. (Fortsetzung unten!)

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Da sie altersbedingt die aktuellen baulichen und organisatorischen Mängel an den Kölner Schulen und Kindergärten noch hautnah erlebt und sicherlich in Erinnerung behalten haben wird, darf davon ausgegangen werden, dass hierin ein Schwerpunkt ihres politischen Programms liegen wird. Dank ihrer beherzt-zupackenden Art könnten im Fall ihrer Wahl auch im Hinblick auf die von der NRW-Landesregierung verfügte Rückkehr zum Regelschulbetrieb mit genereller Maskenpflicht, ohne verstärkte Testmöglichkeiten,  Initiativen für andere Lösungswege zu erwarten sein.

In der Verkehrspolitik dürfte die Kandidatin, die dem Vernehmen nach aus Überzeugung bis heute keinen Führerschein erworben hat, sicherlich neue, eher fahrradfreundlichere  Akzente setzen.

Udo Slawiczek