Die dunkle Zeit – was zu tun ist!

Im Jahre 1320 – so wird berichtet – brach im chinesische Wuhan der Schwarze Tod aus und brauchte 28 Jahre, um nach Italien zu gelangen. Italien war damals ein Epizentrum. Einem Drittel der Bevölkerung brachte die Pest entlang der Seidenstraße bis nach Europa den Tod. In Deutschland starben 10 Prozent der Menschen. Eine Folge der ersten Globalisierung. Damals gab es eine 40tägige Quarantäne. Eine dunkle Zeit war es damals, mit viel Leid und Zerstörung.

Heute braucht die moderne Globalisierung nur noch wenige Tage, um sich auszubreiten. Das Corona-Virus kam in diesem Jahr schnell aus Wuhan und brauchte nur eins, zwei, Monate, um weltweit zur Pandemie zu werden. Unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse über Krankheitsverläufe und ihre Dauer und die medizinische Entwicklung und Versorgung machen den Unterschied zu damals. In Deutschland ist sie in einem schlechten Zustand. Viele Menschen werden sterben oder kaum genesen. Das ökonomische Leben wird stark einbrechen. Alles ist eine Folge der Globalisierung und unserer Wirtschaftsweise. Weiter unten mehr!

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Bildinformationen: |# leave no one behind! - geschlossene Gesellschaft - die dunkle Zeit in der Corona-Krise
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Dabei werden Menschen wegen der Ansteckungsgefahr lang isoliert. Gerade dann, wenn die Zeit der meisten Menschen durch Beruf und Kontakte fremdbestimmt ist, kann Einsamkeit zu einem schwer auszuhaltenden psychischen Problem werden. Meditation, Joga, häusliche Spiele, Skypen, Radio hören, Fernsehen oder Telefonieren, aufräumen oder reparieren sind aber hilfreich. Denn die Geschäfte sind geschlossen, die Kirchen haben keine Andachten mehr, geschlossene Spielplätze, Kindergärten, Schulen und Universitäten haben nur Hilfsangebote: Das soziale Leben bricht zusammen. Elementare Grundrechte der öffentlichen Kommunikation werden eingeschränkt. Jeder befindet sich in seiner eigenen geschlossenen Gesellschaft. Am schlimmsten ist für viele, wenn der Kontakt zu den liebsten Menschen nicht möglich ist. Natürlich wird das Leben irgendwann weitergehen. Bis dahin ist es aber wieder: Die dunkle Zeit.

Diese Zeit können wir auch nutzen, um über grundsätzliches nachzudenken: Über Globalisierung, endlose Lieferketten auf Straßen, über unser Klima, über den Sinn des Kapitalismus oder sinnvolles Wirtschaften. Über Solidarität. Und vielleicht kommen wir dann darauf, was uns wichtig ist. Interessante Möglichkeiten zum Nachdenken dazu bietet die Rosa-Luxemburg-Stiftung auf ihrer Webseite. Es wird jedenfalls nicht wieder so weitergehen wie bisher. Was getan werden muss, sagt uns zum Beispiel Attac. (30.02.2020, Hans-Dieter Hey)