Der Krieg beginnt hier: Kalkar – 3.10.2020

Wie schon seit mehreren Jahren am 3. Oktober fanden auch in diesem Jahr wieder Aktionen und eine Demonstration gegen die Nato-Kommando-Zentrale an der v.Seydlitz-Kaserne und in Kalkar statt. Im Mittelpunkt standen diesmal zudem Informationen zu den Auseinandersetzungen um das Kriegerdenkmal. Dieses martialische Denkmal war schon im letzten Jahr Thema. Mit Malaktionen hatte der K├╝nstler  Wilfried Porwol f├╝r Aufmerksamkeit zu diesem kriegsverherrlichendem Denkmal gesorgt.  Seitens der Stadt Kalkar wurde gegen ihn inzwischen Strafanzeige wegen „gemeinsch├Ądlicher Sachbesch├Ądigung“ angestrengt. 

Der Standort Kalkar erfordert von der Friedensbewegung noch mehr Aufmerksamkeit. Von hier aus werden die Nato-Eins├Ątze Richtung Osten kommandiert.

krieg beginnt hier - kalkar 2020
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Aus dem Aufruftext der DFG/VK:

 Ausgerechnet am UNO-Weltfriedenstag stellte die Ministerin am 21.9. am Standort Kalkar/Uedem das neue ÔÇ×Luft- und Weltraum-OperationszentrumÔÇť in Dienst. Damit sollen Einrichtungen der Luftwaffe und der Weltraum├╝berwachung zusammengef├╝hrt werden. Auch wenn in den Medien vorrangig der notwendige Schutz von Satelliten allgemein angef├╝hrt wird, geht es um etwas anderes:
 
Vor einem Jahr k├╝ndigte Pr├Ąsident Trump den Aufbau einer Weltraumstreitmacht an. Dabei w├╝rde es darum gehen, Satelliten im All zu stationieren, die z.B. mit Laserwaffen ausger├╝stet sind und andere Satelliten zerst├Âren k├Ânnten. Hier will Deutschland mitmischen. Denn schon l├Ąngst nutzt auch die Bundeswehr Satelliten f├╝r die Kriegsf├╝hrung am Boden. Die Aufkl├Ąrungssysteme in Kalkar sind ein erster Schritt, in der milit├Ąrischen Logik m├╝ssen nun Waffen folgen, mit denen Milit├Ąrsatelliten im All angegriffen oder gegnerische Angriffe abgewehrt werden k├Ânnen.
 
Der Luftwaffenstandort am Niederrhein wird immer mehr zur Zentrale moderner, ÔÇ×totalerÔÇť Kriegf├╝hrung, die keine Bereiche ausklammert. Schon jetzt werden s├Ąmtlich Operationen der Bundesluftwaffe von hier aus koordiniert, also auch die Atombomber in B├╝chel. 
 
Text und Fotos: jochen vogler