Der etwas andere Osterspaziergang

Zu den zahlreichen Einschränkungen, die es durch Corona gibt, zählen auch politische Meinungsäußerungen. Ganz so, als wären auch sie ansteckend.

Ostersonntag im K√∂lner Gr√ľng√ľrtel bei strahlendem Sonnenschein: Verteilt wie bunte Tupfer liegen Menschen auf den ausgedehnten Rasenfl√§chen, meist vorschriftsm√§√üig zu zweit oder als etwas gr√∂√üere Familiengruppe.

Unter Wahrung des Sicherheitsabstandes und Tragen von Mundschutz flanieren andere Menschen durch die Parkanlage, tragen Transparente und Plakate, in denen u.a. auf die zahlreichen Missstände hingewiesen wird, die in der Zeit vor Corona bereits auf der Tagesordnung standen.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Situation in den griechischen Fl√ľchtlingslagern, die schon zuvor katastrophal war, jetzt aber in einer Trag√∂die zu enden droht, wenn nicht endlich mit der Evakuierung der Menschen begonnen wird.

Bereits nach kurzer Zeit ist Polizei vor Ort, zunächst nur mit wenigen Kräften, und beobachtet das Geschehen. Nachdem Verstärkung eingetroffen ist, werden Spaziergänger zur Personalienfeststellung angehalten, teilweise werden Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und die Corona-Schutzverordnung erstattet.

Damit ist der politische Osterspaziergang vorzeitig beendet.

Ein Artikel √ľber die absurden Polizeibefugnisse aufgrund von angeblichem Infektionsschutz findet sich bei Telepolis .

Text und Fotos: Martin und Zielinske

Der etwas andere Osterspaziergang
Copyright: Martin+Zielinske, all rights reserved

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Bildinformationen: Der etwas andere Osterspaziergang|12.04.2020 Köln: Politischer Osterspaziergang im Zeichen von Grundrechtseinschränkungen durch Corona-Virus
Dateiname: 20200412_maziel_001
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